FUNDACION HERMANO MIGUEL

Vom "Santa Maria" Medical Center bieten wir medizinische Versorgung in den Bereichen Allgemeinmedizin, Zahnmedizin, Laborservice, Ultraschall und Apotheke, wir besuchen von Montag bis Samstag, wir helfen Patienten, die ihre Medikamente nicht bezahlen können, wir unterstützen Familien mit neugeborenen Kindern, die spezielle Milchpulver brauchen, auch Familien, die ein Familienmitglied mit einer katastrophalen Krankheit wie Krebs haben, alles im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten.


Während dieser Zeit der Pandemie durch COVlD-19 wurde die wirtschaftliche Situation kritisch. Die wenigen Beschäftigungsquellen wurden geschlossen, es mangelte an Nahrungsmitteln und Medikamenten, so dass wir Hilfe bei Lebensmittelpaketen für Familien brauchten. Die Hilfe für Medikamente nahm aufgrund der verschiedenen Epidemien zu, die unsere Bevölkerung krank machten, und aufgrund mangelnder Ressourcen konnten sie die Medikamente nicht kaufen.


90 % unserer Familien leben vom täglichen Einkommen, der Arbeit auf den Feldern, der Reisernte, dem Verkauf von Hühnern, Fisch und einigen saisonalen Früchten. Unsere Jungen und Mädchen leben ihre eigenen - Probleme und suchen nach Finanzierungs-Möglichkeiten .In ihren Familien ist es nicht einfach, das Internet aufzuladen und Schulden zu machen, um Telefone zu erwerben, mit denen sie sich mit Online-Kursen verbinden können. Es ist jedoch die Realität, mit der wir arbeiten müssen, und wir schließen uns zusammen, um diejenigen zu unterstützen, die es am Dringendsten benötigen.


Aktuelle Covid-Situation in Ecuador

Das Coronavirus hat uns Traurigkeit und Schmerz hinterlassen. Dies wegen unseren Mitmenschen, die starben und sofort beerdigt werden mussten, ohne dass wir uns von ihnen verabschieden konnten. Es zeigte uns auf, mit welchen Riesenproblemen wir uns im Gesundheitssektor rumschlagen mussten und müssen. Aber das Schlimmste war, wie staatliche Angestellte die Situation ausnutzten, um sich mit erhöhten Preisen bei den Medikamente, Nahrungsmitteln und alle anderen Möglichkeiten zu bereichern, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. 


Wir vertrauen auf Gott, dass diese schlechten Zeiten bald ein Ende haben werden, dass wir wieder wie eine Familie funktionieren können und wieder eine Umarmung spüren dürfen und nicht zuletzt wieder die lachenden der Kinder sehen. Wir als Stiftung führen unsere Arbeit in Erziehung, Gesundheit und Zufluchtsort in unserem Kinderheim fort und bitten um Gottes Segen für alle unsere Freunde in Übersee. Danke für alles und für die grosse Unterstützung unseres gemeinsamen Projektes.


Wegen der Schliessungen der Unternehmen haben Tausende ihren Job verloren ohne je eine Unterstützung zu erhalten, die das Gesetz vorsieht. Die Schulen und Universitäten bleiben immer noch geschlossen. Damit unsere Schüler weiterlernen konnten, mussten wir über Nacht uns ans Homeschooling gewöhnen. Nur in den grossen Städten hatte es Internetzugang, wir nicht. Auf dem Land ist die Situation eine andere. Hier ist das grösste Problem sich zu ernähren. Auch musste man Smart-Handys anschaffen und danach suchen, wo man überhaupt Internetempfang beziehen kann. Ausgaben für Medikamente und Nahrungsmittel mussten zwangsmässig reduziert werden, um die anderen Lebenshaltungs-Kosten tragen zu können. 


Unsere Heimkinder leiden unter der gleichen Situation, ihre Eltern, Grosseltern und Verwandte helfen wie sie nur können, damit ihre Kinder weiterlernen. Dank der Hilfe aus der Schweiz, Deutschland und Ecuador konnten wir ihnen mit Essenspaketen etwas Linderung zukommen zu lassen. Einige von ihnen lernen zusammen in einem Haus, wo sie das einzige Smartphone benutzen können, andere bitten die Nachbarn das Telefon nutzen zu dürfen oder bitten direkt den Internet-Anbieter (Hotspot) den Zugang zu teilen. Auch die Eltern und die Lehrer mussten lernen sich mit der neuen Technologie auseinanderzusetzen. 
Es ist dankbar zu sehen welchen Elan die Kinder an den Tag legen. 



Wir vertrauen auf Gott, dass diese schlechten Zeiten bald ein Ende haben werden, dass wir wieder wie eine Familie funktionieren können und wieder eine Umarmung spüren dürfen und nicht zuletzt wieder die lachenden der Kinder sehen. Wir als Stiftung führen unsere Arbeit in Erziehung, Gesundheit und Zufluchtsort in unserem Kinderheim fort und bitten um Gottes Segen für alle unsere Freunde in Übersee. Danke für alles und für die grosse Unterstützung unseres gemeinsamen Projektes.



Wenn tu traurig bist, weil nicht geschah was dein Herz verlangt hatte, bleib stark und glücklich, da Gott etwas Besseres für dich im Sinn hat.
 
    - Papst Francisco


In Ecuador ist die Fondacion Miguel Koordinator aller Tätigkeiten:

Vorstands-Vorsitzende, ist Mirjam Rast. Sie ist Schweizerin und ist seit über 30 Jahren vor Ort. Mirjam hat mit Lothar Zagst in El-Laurel und zuvor im Fricktal (CH) zusammengearbeitet. Die folgenden Abteilungen werden in Ecuador betreut:
·       Waisenhaus Casa Keller
·       DonBosco Schule mit Kindergarten
·       Missionshaus
·       Medical Center, Apotheke mit Klinik für Untersuchungen
·       Werkstätten Gewerbe


Lothar Zagst


Lothar Zagst wurde am 15. Oktober 1939 in Stuttgart geboren. Er entschied sich nach seinem Abitur, Priester zu werden. Während seinem Studium war er in der katholischen Studentenverbindung Carolingia Fribourg aktiv. Am 29. Juni 1966 wurde Lothar in Solothurn in der Schweiz zum Prieser geweiht. In den folgenden Jahren engagierte er sich als Vikar in der Pfarrei Don Bosco in Basel, in Rheinfelden/Fricktal und in Laufen/Laufental und als Jugendseelsorger für das Fricktal auf ganz unterschiedliche Art und Weise:


  • Er half bei den Jugendchören in Basel und Fricktal / Laufental.
  • Er gestaltete die Liederhefte Maranatha und Hellelu I.
  • Er engagierte sich in der Vereinigung der deutschsprachigen Jugendseelsorger.
  • Gemeinsam mit den Dorothea Schwestern des Katharina-Werks Basel arbeitete er am Friedensdorf in Flüeli-Ranft.
  • Zusammen mit Dominikanerinnen und Pallottinern gestaltete und organisierte er Besinnungswochen für Mädchenschulen.
  • Zusammen mit Hannes Weder gab er ein Buch “Besinnungstage mit Jugendlichen: Modelle für Schulendtage und Einkehrtage für Gruppen und Schulklassen” heraus.
  • Er engagierte sich im Trägerverein und der Pioniergruppe Schweiz / Ecuador.


In Ecuador war er als Fidei Donum-Priester und half bei dem Aufbau der Pfarrei El Laurel in Ecuador mit 32 Dörfern. Er gründete hierbei die Fundación Hermano Miguel el Laurel (eine Dachorganisation der sozialen und schulischen Projekte und Werkstätten).
Die traurige Nachricht aus Ecuador vom Tod des Padre Lothar Zagst erreichte uns am Donnerstag 08.09.2016. Die Erinnerung an ihn wird in den Menschen in Ecuador und Europa weiterleben. Padre Lothar gehörte zu den Menschen, die die Welt ein wenig besser gemacht haben. Die Menschen haben ihn und er hat die Menschen geliebt.


El Laurel


Die Gemeinde El Laurel umfasst eine Fläche von 130 Km2 mit
31 Dörfern und ca. 20'000 Einwohnern.

Kurzer Rückblick:
1987 kam P. Lothar nach Laurel. Ein Team aus
einheimischen Katecheten/Katechetinnen und Laienhelfern unterstützte ihn bei der
Übermittlung christlicher Werte und der Aus- und Weiterbildung der Menschen.
Mit sozialen, medizinischen, kirchlichen und schulischen Projekten
konnte eine beachtliche Aufbauarbeit geleistet werden. Das Dorf Laurel liegt zwischen Küste und Gebirge Ecuadors und das Leben dort ist sehr ländlich geprägt. Zusammen mit den Anwohnern und seiner Gemeinde dort baute P. Lothar Zagst viele Jahre lang mit Unterstützung aus seiner Heimat mehrere Hilfsprojekte auf: 
 

  • Die katholische Don-Bosco-Schule ermöglicht 240 Kindern einen regelmäßigen Schulbesuch mit Hausaufgabenbetreuung. Der Schule ist ein Kindergarten angeschlossen.
  • Das Waisenhaus Casa Keller kümmert sich um alleingelassene Kinder.
  • Die Werkstätten dienen der Ausbildung der Bewohner von El Laurel und ermöglichen eine Perspektive für die Jugend.
  • Eine Klinik mit angeschlossenem Labor und einer Apotheke bietet den sozial und finanziell benachteiligten Menschen sonst nicht vorhandene medizinische Grundversorgung und ein umfassendes Präventionsangebot.